Wer braucht DAS denn, sagt Ihr? Na ja, wenn man sich die “Wiesn flirt and find” App genauer anschaut ist der Ansatz, sich zu Leuten navigieren zu lassen, die man vorher angechattet hat, als witzig zu beurteilen. So viele Mädels in hübschen Dirndln und so stramme Jungs in ihren Krachledernen auf dem Oktoberfest – und alle sitzen nicht an Deinem Tisch? Mit der Wiesn flirt and find App hast Du jetzt einen Vorteil – Du findest über ein Interface kontaktfreudige Besucher mit einem Profil in der Wiesn App und kannst auch über diese Chatten und Vorlieben sortieren und eruieren. Ein kleiner Pin soll auf einer Karte anzeigen, wo die betreffende Person sich gerade befindet, im Schottenhammel oder beim Käfer?
Ob die Ortung in Zelten, in denen 5.000 Personen dicht an dicht sitzen genau genug ist, bleibt wohl noch zu testen. Und ob die App auch noch total dicht zu bedienen ist, muss sich auch noch rausstellen. Vielleicht hätte man auch ein Interface bauen sollen, das mit jeder Minute länger im Bierzelt immer einfacher wird und leichter zu bedienen ist!? Oder eine Notruftaste, die an die Freunde postet, dass man jetzt beim Sanitäter eingecheckt hat?
Auf jeden Fall ist das Bedürfnis, an solchen Orten andere Personen zu treffen, die den eigenen Vorstellungen entsprechen sicherlich vorhanden. So könnte man das Prinzip auch auf viele weitere Großereignisse wie Festivals und Sportereignisse ausrollen und erweitern.
Für einen Vermarkter der App-Werbeflächen allerdings stellt sich die Frage, ob ein zeitlich begrenztes Aufmerksamkeitsfenster von drei Wochen zum Geldverdienen ausreicht? Schickt doch mal Eure Erfahrungswerte, wenn Ihr mit der App auf die Wiesn geht – mich kriegen da keine zehn Ochsen rein.


