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Tobias Brockmann (17. Januar 2012)
In: Allgemein, Unternehmen Schlagwörter:Blackberry, E-Mail

Volkswagen reduziert die Arbeitsbelastung und den Stress seiner Mitarbeiter, indem der Automobilhersteller eine halbe Stunde nach Feierabend die Weiterleitung von E-Mails auf die Blackberry-Smartphones der beschäftigten abschaltet. Eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn wird die Weiterleitung wieder aktiviert. Auf diese Regelung eigneten sich der Betriebsrat und die Konzernleitung.

Der Betriebs

rat sieht die Mitarbeiter gefährdet, denen es durch eine zunehmende Verschmelzung von privaten und beruflichen schwer fällt, die Ruhezeiten nach Feierabend auch als solche zu nutzen.

Von der Regelung sind bisher 1.000 Tarifbeschäftigte betroffen. Das einfrieren der E-Mail Kommunikation bedeutet jedoch keinen vollständigen Kommunikationsstop. Telefonieren und weitere Funktionen der Smartphones können nach wie vor genutzt werden. Die Konzernleitung sieht den E-Mail-Stopp nach Feierabend als fairen Ausgleich zwischen den Arbeitnehmer- und Unternehmensinteressen.

Volkswagen nimmt damit eine Vorreiter Stellung ein und reagiert auf ein Problem, dass viele Arbeitnehmer bereits länger kritisieren. Durch die Möglichkeit jederzeit auf E-Mails reagieren zu können, erwarten viele Arbeitgeber und Kollegen implizit auch eine Reaktion nach Feierabend und an Wochenenden. Für Arbeitnehmer bedeutet das eine latente Stresssituation und einen gesteigerten Erwartungsdruck, der langfristig negative Folgen für die Gesundheit und das Privatleben haben kann.

Tobias Brockmann

Tobias Brockmann

Tobias Brockmann ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster. Er promoviert im Bereich mobile Enterprise und ist als Dozent für Social Media und Mobile tätig.

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2 Kommentare

1. Anonymous
Vorbildlich?? Ich habe so einen Quatsch schon lange nicht mehr gelesen. Hier wird es sich einfach gemacht und die Technik zum Bock erklärt. Das eigentlich das eigene Verhalten mit der Technik ausschlaggebend ist, daran denkt bei VW wohl niemand. Denn: Erstens sind immer noch Anrufe möglich und zweitens können auch private Mailadressen weiterhin genutzt werden. Sascha Lobo hat dazu schon eine sehr schöne Kolumne darüber verfasst: http://www.spiegel.de/netzwelt.....67,00.html
2. Christian
Vorbildlich
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